Berufliche Chancen für junge Menschen mit Behinderung

Potsdam/Berlin , 4. November 2008
Heute besuchte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der BA, die Berufsbildungswerk im Oberlinhaus gGmbH in Potsdam. Sie informierte sich dort über die Bildungsarbeit und die Ausbildungsmöglichkeiten in handwerklichen oder kaufmännischen Berufen für behinderte junge Menschen, denen mit umfangreichen Angeboten vor Ort ein erfolgreicher Start ins Berufsleben ermöglicht wird.

Das BBW im Oberlinhaus ermöglicht ca. 700 Jugendlichen mit Körper-, Lern-, Sinnes- oder psychischen Behinderungen Berufsvorbereitungen und Ausbildungen in über 30 modernen Berufen mit Zukunftsperspektiven. Sie reichen von Wirtschaftsberufen wie dem Informatikkaufmann über den Orthopädiemechaniker bis hin zu Berufen der Gastwirtschaft, beispielsweise dem Koch. Nach dem Ausbildungsende erhalten die behinderten Menschen durch die Mitarbeiter des BBW-Integrationsdienstes weitere Hilfen. So werden sie bei der Arbeitsplatzsuche und den Bewerbungen unterstützt.

Margit Haupt-Koopmann sprach vor Ort mit den jungen Menschen über ihre Erwartungen an die beruflichen Angebote. Zu ihrem Besuch sagte sie: „Eine der Aufgaben der Arbeitsagenturen ist es, die berufliche Erstausbildung behinderter Jugendlicher im Rahmen der beruflichen Rehabilitation zu unterstützen und ihnen damit eine tragfähige berufliche Perspektive zu eröffnen. Gerade durch die Zusammenarbeit mit Bildungsträgern und Reha-Einrichtungen, wie dem Potsdamer Berufsbildungswerk, werden hier Chancen geschaffen.“

Die Arbeitsagenturen unterstützen die berufliche Rehabilitation der jungen Menschen mit Behinderung finanziell. Jedes Jahr fördern sie in der Region Berlin-Brandenburg über 4.500 junge Menschen mit Behinderung. Allein 2007 wurden über 90 Millionen Euro eingesetzt. So können einzelne Hilfen, wie z.B. die Erstattung von Fahrtkosten oder eine Probebeschäftigung direkt bei einem Arbeitgeber übernommen werden. Nach Art und Schwere der Behinderung übernehmen die Arbeitsagenturen aber auch die kompletten Maßnahmekosten für Berufsvorbereitung, Ausbildung und gegebenenfalls Unterbringung in einem Berufsbildungswerk.

Wilhelm Eichhorn, Geschäftsführer der Berufsbildungswerk im Oberlinhaus gGmbH und gleichzeitig Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke, begrüßt den konstruktiven Dialog mit den Vertretern der Bundesagentur für Arbeit: „Wir haben mit der BA eine zuverlässige Partnerin in der beruflichen Rehabilitation junger Menschen. Dass dieses Vertrauen in die Arbeit der 52 deutschen Berufsbildungswerke gerechtfertigt ist, zeigt deren Erfolg bei der Ausbildung und Integration der Jugendlichen in den ersten Arbeitsmarkt. Die Integrationsergebnisse bei den jährlichen Befragungen liegen im Durchschnitt der letzten zehn Jahr bei über 60 Prozent.“


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