BBW schließt deutsch-chinesisches Kooperationsabkommen
Potsdam, 7. August 2008
Am Donnerstag, 7. August 2008, haben die Berufsbildungswerk im Oberlinhaus gGmbH und die Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Aus- und Weiterbildungsaustausch (GCEES) ein Kooperationsabkommen zur Ausbildung chinesischer Jugendlicher unterzeichnet.
Die beiden Institutionen haben die Kooperation vor dem Hintergrund deutscher und europäischer Investitionen in der Volksrepublik China und dem sich daraus ergebenden Fachkräftebedarf der Unternehmen in China geschlossen. Die GCEES beabsichtigt, zunächst am Standort Tianjin (VR China) ein privates Berufsbildungszentrum aufzubauen. Die berufliche Ausbildung an diesem Bildungszentrum soll zu einem anerkannten Berufsabschluss nach deutschem Berufsbildungsrecht führen. Die Ausbildung in den Berufen erfolgt auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes (BBiG), den Ausbildungsordnungen der IHK und HWK sowie den Rechtsvorschriften Landes Brandenburg.
Die Verknüpfung der Lern- und Ausbildungsstandorte in Tianjin und Potsdam und deren Integration in die Gestaltung der beruflichen Ausbildung ist ein wesentlicher Bestandteil des Ausbildungskonzepts des Berufsbildungszentrums Tianjin. So sollen gerade im letzten Lehrhalbjahr der Ausbildung die chinesischen Auszubildenden im Oberlinhaus-Berufsbildungswerk in Potsdam auf die entsprechende Abschlussprüfung vor der IHK oder HWK Potsdam oder der AHK in China vorbereitet werden.
Hervorzuheben ist, dass erstmalig auch chinesische Jugendliche mit leichten oder schweren Behinderungen die Möglichkeit einer beruflichen Rehabilitation erhalten sollen.
Die GCEES Deutsch-Chinesische Gesellschaft für Aus- und Weiterbildungsaustausch wurde im Jahr 2000 gegründet und ist Trägerin der Schiller Akademie Brandenburg, des Schiller Gymnasiums Potsdam, der Schiller Grundschule Im Sternfeld, des Schiller Vorschulkindergartens Potsdam und des Schiller Kollegs Potsdam.